Energieeffizientes Bauen Luft- und Winddichtheit

Luft- und Winddichtheit

Zwei sehr wichtige Themen, die uns ebenfalls sehr am Herzen liegen: Luft und Wind. Die Winddichteben liegt in der Regel außen und soll verhindern, dass die Wärmedämmung von kalter Luft umspült wird und die Dämmwirkung teilweise verloren geht.

Die Luftdichtebene liegt innen und verhindert, das warme, feuchte Innenluft durch Fugen und dergleichen in die Konstruktion eindringt, abkühlt und so Schäden verursacht. Gewährleistet wird die Luftdichtheit im Massivhaus durch den Innenputz, alles was ihn durchringt (Elektriker, Installateur, Dachgeschoß-Ausbau ...usw) kann eine mögliche Gefahrenstelle sein.

Die Luftdichtheit ist daher aus folgenden Gründen sehr wichtig:

  • Vermeidung von Tauwasser in Konstruktionen
  • Verringerung der Lüftungswärmeverluste
  • Verhinderung von Luftschadstoffen in die Raumluft
  • Vermeidung von Zugluft
  • Sicherstellung der Funktion der Lüftungsanlage
  • Sicherstellung der Schalldämmung von Bauteilen
  • Sicherstellung der Dämmwirkung von Außenbauteilen
  Luft und Wind


Gemessen wird die Luftdichtheit gemäß ÖNORM EN 13829 durch den so genannten "n50 - Test", auch Luftdichtheitstest oder "Blower-Door-Test" genannt. Dabei wird im Gebäude mit dem Luftdichtheits-Messgerät ein Unter- bzw. Überdruck erzeugt. Wie kommt man dann also zum n50 - Wert?

Man dividiert einfach den Luftvolumenstrom (dieser hält den Luftdruck im Gebäude konstant) durch das Volumen des Gebäudes. Je kleiner dieser n50 - Wert ist, desto luftdichter ist dann das Gebäude.

Übliche Richtwerte sind dabei:

  • n50 < 0,60 im Passivhaus
  • n50 < 1,00 im Niedrigenergiehaus
  • n50 < 3,00 im "Normalhaus"

Und in der Realität? Unser bester erzielter Wert in einem Passivhaus liegt bei n50 = 0,20!

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