Sommerhitze - gut überstanden im Massivhaus - Tipps und Tricks
Ein Massivhaus hat im Sommer einen großen Vorteil - es hat Masse, das bedeutet auch Speichermasse. Diese Speichermasse muss jedoch aktiviert werden.
Dazu 2 Extrembeispiele:
- am bisher heißesten Tag des Jahres (mit 34°C Aussentempartur) hatte ich in meinem Wohnhaus 21°C Lufttemperatur morgens und 22°C Lufttemperatur abends - und dies nur durch die Aktivierung der Speichermassen und natürlich ohne Klimaanlage
- das andere Beispiel ist die Donauuniversität Krems, in der ich studiert habe - ein altes massives Gebäude mit riesiger Speichermasse. Aber dieses Gebäude ist nachts nicht "bewohnt" und dadurch sind gekippte Fenster aus Versicherungsgründen nicht zulässig. Diese Speichermassen können daher nicht aktiviert werden. Und deshalb hatte es in der Donauuniversität Krems an dem selbenTag nicht 21°C wie in meinem Wohnhaus, sondern saunamäßige 30°C.
Dazu gibts einige Tipps:
- tagsüber die Fenster (alle - auch kleine) geschossen halten
- eventuell Sonnenschutz herunter lassen
- nachts so viel wie möglich lüften - am besten durch Querlüftung, sodass die kühle Nachtluft die Wände, Decken und Böden abkühlen kann
- die thermische Trägheit dieser grossen Massen sorgt dann dafür, dass die Erwärmung sich an Hitzetagen gering hält
Zuletzt noch ein wichtiger Tipp für den Keller in Ihrem Wohnhaus:
- Im Keller kann zu viel Lüften in der heißen Jahreszeit zu Feuchteschäden führen, denn die heiße, schwüle Luft (50% bis 60% Luftfeuchtigkeit) kühlt im Keller stärker ab (meist um 10°C bis 15°C).
- Ergebnis: die Feuchtigkeit kondensiert an kühleren Bauteilen - meist in den Aussenecken der Räume oder im Sockelbereich. Dies kann zu feuchten Flecken, Ausblühungen und zu Schimmelbefall führen.
- Daher in der heißen Jahreszeit tagsüber auch die Kellerfenster geschlossen halten.
Einen kühlen Kopf mit einem kalten Bier auf der sonnigen Terrasse wünscht Ihnen
Ihr Karl Macho
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